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Blickpunkt Brandschutz

Bild: Shutterstock prapann

Blickpunkt Brandschutz
Bevor es brenzlig wird: Wie Sie Ihr Unternehmen richtig versichern (Teil 2/2)

Teil eins dieses Artikels können Sie hier lesen.

 

Tatsächlich geht Ihre Rechnung so nicht auf. Denn bei der Bewertung des Brandes als Versicherungsfall kommt es auch darauf an, in welchem Zustand sich Ihre Brandschutzmaßnahmen zum Zeitpunkt des Schadenseintritts befanden. Und genau das ist der springende Punkt: In den seltensten Fällen werden diese als zufriedenstellend angesehen. Es gilt erfahrungsgemäß die Formel:

In zwei Drittel aller Großschadensfälle werden die Versicherungsleistungen um 60 bis 80 Prozent gekürzt.
Bei dem verbleibenden Drittel erfolgt gar keine Regulierung!

In den meisten Unternehmen ist mittlerweile hinlänglich bekannt, dass es den Brandschutz betreffend einen gewissen Soll-Zustand gibt. Dieser bezieht sich auf den baulichen, organisatorischen und technischen Brandschutz, Maßnahmen- und Verhaltenskataloge für den Brandfall und die Kompetenz entsprechend ausgebildeter Mitarbeiter. Es mag sogar sein, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt – so auch beim Abschluss der Feuerversicherung – der Ist-Zustand dem Soll-Zustand im Brandschutz vollumfänglich entsprochen hat. Diesen Zustand mit den entsprechenden Risiken haben Sie damals versichert. Dabei ist es jedoch nicht geblieben.

Nach einer Weile kommt es etwa zu folgenden Veränderungen des Ist-Zustandes:

  • Die vertraglich vereinbarten Intervalle zur regelmäßigen Überprüfung der elektrischen Anlagen werden nicht eingehalten, die Überprüfung wird nicht ordnungsgemäß durchgeführt, und/oder Mängel werden nicht behoben.
  • Das Rauchverbot im Gebäude wird nicht eingehalten.
  • Die Feuerlöscher sind nicht ordnungsgemäß gewartet worden und befinden sich nicht in einem funktionsfähigen Zustand.
  • Brandschutztüren werden zugestellt und somit blockiert.
  • Es fehlen Blindzylinder an neu eingebauten Türen.
  • Die Feuerschutzabschlüsse sind nicht mehr vorschriftsmäßig gestaltet.
  • Hydranten sind durch Veränderungen an Möbeln und betrieblichen Anlagen nicht mehr vorschriftsgemäß zugänglich.
  • Fluchtwege und Notausgänge werden blockiert.
  • Hinweisschilder und Beleuchtungsanlagen für Fluchtwege sind teilweise defekt oder fehlen ganz.
  • Bauliche Maßnahmen verändern die Brandschutzsituation erheblich.
  • Brandlasten wie Paletten, Reifen etc. werden einfach direkt am Gebäude gelagert.
  • Und, und, und …

Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Gemeinsam ist diesen Punkten, dass es durch alltägliche Fahr- und Nachlässigkeiten, Verschleiß wie auch bauliche Maßnahmen zu einer Veränderung des Ist-Zustandes beim Brandschutz sowie zu einer Risikoverschiebung kommen kann. Diesen kontinuierlichen Prozess fängt keine Versicherung ohne Weiteres im Brandschutz auf. Und genau deshalb hilft Ihnen keine noch so umfassende, teure und bekannte Versicherung weiter, wenn es zum Brandfall kommt.

Sie können jahrelang sehr viel Geld an die Versicherung gezahlt haben, und dennoch ist es überaus wahrscheinlich, dass es im Brandfall zu einer Kürzung, wenn nicht gar zu einem völligen Ausfall der Versicherungsleistung kommt.

Geldverbrennung durch falsche Versicherungen

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Risikolösungen abseits des Üblichen: Im Brandschutz immer auf der sicheren Seite

Was Sie brauchen, ist eine Versicherung, die mit einer echten Consultingleistung verbunden ist. Bei dieser Beratungsleistung geht es darum, den Ist-Zustand betreffend den Brandschutz in Ihrem Unternehmen regelmäßig mit dem Soll-Zustand und den vorliegenden Vertragswerken zu vergleichen. Risiken können jederzeit neu bewertet werden. Daraus können regelmäßige Optimierungsmaßnahmen und Vertragsanpassungen folgen. Da Sie mit Ihrem Berater durch eine feste Dienstleistungsvereinbarung verbunden sind und Sie und nicht die Versicherung den Berater bezahlt, gibt es bei dieser Konstellation keinerlei Interessenkonflikt. Ganz im Gegenteil: Sie erzielen überzeugende synergetische Effekte und ermitteln nebenbei das Potenzial für Kosteneinsparungen.

Die Zielrichtung dieser Kombination aus Beratung und Versicherung ist eine ganz einfache: Es geht um weniger Risiko und mehr Sicherheit bei höherer Umsatzrendite. Denn Ihre Versicherungsbeiträge lassen sich auch nach unten anpassen, wenn Risiken aufgrund regelmäßiger Besichtigungen und Kontrollen gemeinsam mit dem kompetenten Berater neu bewertet werden. Diese Lösung wird dem dynamischen Geschehen im Brandschutz in perfekter Art und Weise gerecht.

Weniger Risiko, mehr Rendite

Ihre Feuerversicherung wird dann nicht mehr das bekannte, aber niemals tragfähige Ruhekissen und aufgeblähte Vertragswerk sein, sondern eine schlanke Versicherung, die den tatsächlichen und aktuellen Brandschutzrisiken in Ihrem Unternehmen entspricht. Vor allem werden Ihre Brandschutzmaßnahmen mit den Anforderungen der Versicherung übereinstimmen. So können Sie im Normalfall bei einem Brand auf die Versicherungsleistung zählen.

Wer für den Brandschutz im Unternehmen die Logik einer Kombination aus Beratung und Versicherung verstanden hat, wird für die üblichen geschmeidigen Argumente im Versicherungsdschungel nicht mehr empfänglich sein.

Ihr Daniel Nellen

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Blickpunkt Brandschutz – (Teil 2/2)

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